Im Dialog: Michael Hirz mit Joschka Fischer am 15.01.2016

Er gehört zu den profiliertesten und streitbarsten deutschen Politikern: Joschka Fischer. Von 1998 bis 2005 war er Außenminister und Vizekanzler im rot-grünen Kabinett Gerhard Schröders. Seit 1982 Mitglied der Grünen, gehört Fischer dem realpolitischen Flügel an und befürwortet als Außenminister den ersten Kampfeinsatz der Bundeswehr im Kosovo. Er begründet seine Haltung eindringlich: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus!“.

2006 zieht sich Fischer aus dem Bundestag zurück, übernimmt eine Gastprofessur in Princeton und gründet 2007 eine Beraterfirma. Der überzeugte Europäer Fischer blickt heute mit Sorge auf den Zustand der Europäischen Union:

In der Flüchtlingsfrage bedürfe es einer gemeinsamen europäischen Anstrengung, so Fischer, die allerdings von vielen Mitgliedsstaaten verweigert würde. Stattdessen nehme der Trend zur Entsolidarisierung zu, nationalistische und fremdenfeindliche Töne würden lauter.

Wie können wir in Deutschland ein weiteres Anwachsen nationalistischer Tendenzen verhindern? Spaltet die Flüchtlingsfrage unser Land? Warum zeigt sich Europa in der Flüchtlingsfrage so unsolidarisch? Über diese und andere Fragen spricht Michael Hirz mit Joschka Fischer.

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