Deutsche Kinderarmut Armut in Deutschland bedingungsloses grundeinkommen BGE Keine Ausgangssperre in Berlin geplant – aber nächtliche Kontaktbeschränkung

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Deutsche Kinderarmut  Armut in Deutschland  bedingungsloses grundeinkommen  BGE Keine Ausgangssperre in Berlin geplant – aber nächtliche Kontaktbeschränkung

778 neue Corona-Infektionen, Inzidenz bei 123,2In Berlin sind weitere 778 (Vortag: 484) Corona-Virus-Infektionen erkannt worden. Damit liegt die Gesamtzahl der Fälle nun bei 148 728, wie die Senatsgesundheitsverwaltung in ihrem Lagebericht vom Samstag meldete. Innerhalb einer Woche wurden 123,2 Ansteckungen je 100 000 Einwohner als Sieben-Tage-Inzidenz registriert. Am Freitag lag der Wert bei 138. Seit Beginn…

Deutsche Kinderarmut Armut in Deutschland bedingungsloses grundeinkommen BGE

778 neue Corona-Infektionen, Inzidenz bei 123,2In Berlin sind weitere 778 (Vortag: 484) Corona-Virus-Infektionen erkannt worden. Damit liegt die Gesamtzahl der Fälle nun bei 148 728, wie die Senatsgesundheitsverwaltung in ihrem Lagebericht vom Samstag meldete. Innerhalb einer Woche wurden 123,2 Ansteckungen je 100 000 Einwohner als Sieben-Tage-Inzidenz registriert. Am Freitag lag der Wert bei 138.

Seit Beginn der Pandemie sind in Berlin 3082 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, damit ist ein Todesfall hinzugekommen. 135 571 Menschen gelten mittlerweile als genesen.

Die Berliner Corona-Ampel zeigt bei der Inzidenz weiter Rot. Beim sogenannten R-Wert ist sie mit 0,92 (0,75) im grünen Bereich. Der R-Wert gibt an, wie viele Menschen eine infizierte Person durchschnittlich ansteckt. 20 (19,8) Prozent der Intensivbetten sind mit Covid-19-Patienten belegt. Die Berliner Ampel zeigt hier weiter Gelb.

Das Robert Koch-Institut wies darauf hin, dass an den Osterfeiertagen meist weniger Tests gemacht und gemeldet werden. Zudem könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln. (dpa)

Herz aus Kerzen auf dem Tempelhofer Feld erinnert an Corona-ToteEin aus Kerzen geformtes riesiges Herz hat am Samstag auf dem Tempelhofer Feld an die bisher 3082 Corona-Toten in Berlin erinnert. Auf Initiative des Evangelischen Kirchenkreises Tempelhof-Schöneberg waren an einem Ende der Nordbahn des alten Flughafens Hunderte roter Kerzen für das Herz aufgestellt. In der Mitte markierten weiße Kerzen die Ziffern für die Zahl der Toten.

„Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, der an Corona verstorben ist und mit ihm diejenigen, die um ihn trauern“, sagte Anna Ziegenhagen, Leiterin der Evangelischen Beratungsstelle für Trauernde, in einer Mitteilung. Diese Menschen würden zu wenig gesehen.

Der Tagesspiegel erinnert unter tagesspiegel.de/gedenken an die bisher verstorbenen Berlinerinnen und Berliner. (dpa)

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Einzelhandel pessimistisch: „So bringt das nichts“Die neuen Corona-Regeln haben dem Einzelhandel in Berlin einen Verkaufstag mit weitgehend leeren Läden zwischen den Feiertagen beschert. „Die Auslastung lag zwischen zwei und zehn Prozent, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, am Samstag.

„So bringt das nichts, das kann kein Modell für länger sein.“ Die Kosten lägen für solche Nachfrage zu hoch. „Eigentlich müssten wir die Bude zumachen“, umschrieb Busch-Petersen die Stimmung in vielen Häusern. Aus Sicht des Einzelhandels hätte es früher eine Teststrategie geben müssen, kritisierte er.

Wer shoppen will, muss seit Mittwoch einen tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltest in Geschäften vorweisen, ebenso für Besuche im Friseur- oder Kosmetiksalon, in Museen und Galerien. Davon ausgenommen sind Supermärkte, Apotheken oder Drogerien, die auch im Lockdown offen waren. Der Senat versteht die Regelung trotz steigender Corona-Zahlen als Alternative zu neuerlichen Schließungen. (dpa)

Freie Astrazeneca-Impftermine an Ostersonntag und -montag in Tegel In Berlins Impfzentrum im ehemaligen Flughafen Tegel sind für Ostersonntag und Ostermontag noch Impftermine für über 60-jährige Berlinerinnen und Berliner mit dem Impfstoff für Astrazeneca noch frei. Das bestätigte Heiner Wüstenberg, Teamadministrator für die Impf- und Coronahotlines der Senatsgesundheitsverwaltung dem Tagesspiegel am Samstag. “Für diese beiden Tage sind in Tegel noch Termine verfügbar”, sagte Wüstenberg. In Tempelhof gebe es ab dem 11. April wieder freie Termine, sagte Wüstenberg. Die Hotline ist von 7 bis 20 Uhr unter der Nummer 030 90282200 erreichbar, auch am Ostersonntag und Ostermontag. 

Am Samstagnachmittag waren gegen 15.30 Uhr etwa 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hotline, bei der die Impftermine vergeben werden, nicht ausgelastet und erreichbar. Am Morgen habe man eine höhere Auslastung gesehen, zwischen 7 und 8 Uhr habe es etwa 20.000 Anrufe gegeben, dies habe im Laufe des Tages jedoch nachgelassen, sagte Wüstenberg. 

Im Impfzentrum in Tegel waren am Samstagnachmittag (Stand: ca. 15:30 Uhr) noch etwa 100 Termine frei, am späten Nachmittag gegen 17.30  Uhr waren die Termine in Tegel jedoch ausgebucht. Auch in Tempelhof gab es am Nachmittag keine freien Termine mehr. 

Wüstenberg verwies darauf, dass man lediglich das richtige Alter haben müsse. “Man braucht keine Impfeinladung, einfach anrufen und einen Termin geben lassen.” Man brauche lediglich eine E-Mail-Adresse oder eine Telefonnummer. Dann müsse man nur noch mit dem Ausweis zum Impfzentrum fahren. 

Am Freitag habe man eine hohe Auslastung gesehen. “Da gab es etwa 450.000 Anrufe, 45.000 davon konnten wir beantworten”, sagte Wüstenberg. Dabei sei es nicht immer nur um die Vergabe von Terminen gegangen, zum Teil habe es auch einfach medizinische Nachfragen gegeben. 

Die Senatsverwaltung für Gesundheit hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass der Impfstoff von Astrazeneca ab sofort der Altersgruppe von 60 bis 70 Jahren zur Verfügung stehe, wenn sie bisher noch keine Einladung erhalten habe – zum Beispiel wegen einer chronischen Erkrankung.

Das betreffe rund 300.000 Berlinerinnen und Berliner. Menschen zwischen 60 und 70 konnten Termine ab Donnerstag ausschließlich telefonisch bei der Impfhotline unter der Nummer 030 90282200 erhalten.

Die Termine können bis zum 6. April im Impfzentrum Tegel oder bis zum 11. April im Impfzentrum Tempelhof gebucht werden. Außer Astrazeneca steht für die Altersgruppe bei diesem Buchungsweg kein anderer Impfstoff zur Verfügung.

Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg bei knapp 145In Brandenburg ist am Samstag eine Sieben-Tage-Inzidenz – der Wert der Infektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche – von knapp 145 ermittelt worden. Das teilte das Gesundheitsministerium in Potsdam mit (Stand: 3. April 0.00 Uhr). Am Samstag vergangener Woche habe die Inzidenz bei 135 gelegen. 7138 Menschen seien derzeit erkrankt. Am Samstag vor einer Woche waren es 6166 Kranke.

Die Gesundheitsämter registrierten in Brandenburg am Samstag 515 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus, vor einer Woche waren es 592. Die meisten neuen Infektionen wurden mit jeweils 55 in den Landkreisen Havelland und Oder-Spree am Samstag innerhalb eines Tages erfasst.

Nach wie vor liegt nach den Angaben der Landkreis Elbe-Elster mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 260,2 an der Spitze – am Samstag vor einer Woche lag dieser Wert bei 266. In Frankfurt (Oder) ist der Inzidenzwert mit 199,1 wieder unter die Marke von 200 gerutscht.

Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 197,5, vor einer Woche waren es 211. Die Uckermark hat mit 79 die geringsten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gemeldet. In Brandenburg gilt dort eine regionale Notbremse, wo die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt drei Tage hintereinander über 100 liegt. 

Dann darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen, Einkaufen mit Termin ist wieder gestrichen, auch Museen haben dann wieder zu. Für die Osterzeit gilt bis einschließlich Ostermontag eine Ausgangsbeschränkung von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr mit strengen Ausnahmen – zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit. (dpa)

Innensenator will nächtlicher Kontaktbeschränkung Nachdruck verleihen Berlins Innensenator Andreas Geisel will auf die Einhaltung der seit Freitag in der Stadt geltenden nächtlichen Kontaktbeschränkungen dringen. „Wir sind jetzt am Wochenende jede Nacht mit drei Hundertschaften der Polizei unterwegs, um dem noch ein bisschen Nachdruck zu verleihen“, sagte der SPD-Politiker am Samstag im RBB Inforadio.

Die erste Nacht sei relativ ruhig verlaufen, sagte Geisel. „Es waren zwar in den großen Parks einige Menschen unterwegs, aber die Kälte hilft uns an dieser Stelle.“ Im Mauerpark habe es eine Auseinandersetzung gegeben, als Jugendliche mit Flaschen auf ein Kamerateam warfen, das sie filmen wollte. Da sei die Polizei eingeschritten. „Ansonsten waren wieder Hunderte Polizisten unterwegs, haben Menschen angesprochen. Die allermeisten haben vernünftig reagiert.“

Laut Senatsverwaltung waren 700 Kräfte im Einsatz. Zu beobachten war auch ein Hubschrauber, der am Abend längere Zeit über neuralgischen Bereichen der Stadt kreiste.

Seit Donnerstag wurden 285 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten wie mangelnder Abstand oder Mund-/Nasenschutz eröffnet. Bisher seien etwa 10.000 Menschen angesprochen worden. „Das wichtigste Instrument für die Polizei ist das Wort“, sagte Geisel. „Deswegen sind wir unterwegs und sprechen die Menschen an.“

Unmut kann der Innensenator verstehen. „Wir sind alle genervt“, sagte Geisel. „Nach wie vor ist es ist aber so, dass die allermeisten Menschen mit Verständnis reagieren und ich fürchte, wir müssen uns einfach zusammenreißen“, sagte er mit Verweis auf steigende Corona-Zahlen.

Bei Übergriffen wie Stein- oder Flaschenwürfen höre der Spaß auf. „Das hat auch nichts mehr mit Feiern zu tun oder Partylaune.“ Geisel appellierte an die Verantwortung jedes Einzelnen in einem freien Land. „Regeln können wir exemplarisch durch Polizei durchsetzen, wenn jemand Regeln bricht. Aber eigentlich leben wir davon, dass jeder vernünftig genug ist und klug genug ist, sich selber so zu verhalten, dass er sich und andere nicht in Gefahr bringt.“

Seit Freitag gelten in Berlin neue Kontaktbeschränkungen. Menschen dürfen sich nachts zwischen 21 und 5 Uhr nur noch alleine oder zu zweit im Freien aufhalten. Tagsüber bleibt es bei der bisherigen Regelung, wonach Zusammenkünfte im Freien und zu Hause nur mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt sind. In beiden Fällen werden Kinder bis 14 Jahren nicht mitgezählt, können also zusätzlich dabei sein. (dpa)

Ausgangsbeschränkungen in Berlin weitgehend eingehaltenBei der Kontrolle der neuerdings geltenden Ausgangsbeschränkungen in Berlin sind der Polizei in der Nacht zum Samstag keine nennenswerten Verstöße aufgefallen. Im Laufe des Samstages sollen weitere Details bei einer Pressekonferenz des Berliner Innensenators mitgeteilt werden.

Wegen der Corona-Pandemie sind in Berlin seit Freitagabend nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Die neuen Regeln gelten zwischen 21 und 5 Uhr. In der Hauptstadt dürfen sich Menschen in dieser Zeit nur noch allein oder zu zweit im Freien aufhalten. (dpa)

Polizei gegen Park-Partys – Jugendliche verletzen Beamte am GleisdreieckparkIm Kampf gegen die Corona-Pandemie will Berlin verstärkt gegen zu viele und zu enge Kontakte auch im Freien vorgehen. Mit den steigenden Temperaturen versammeln sich zunehmend mehr Menschen auf Plätzen und in Parks. Auch am Donnerstagabend ging die Polizei im Gleisdreieckpark wieder gegen Gruppen von zu vielen Menschen auf zu wenig Platz vor.

Anwesende Polizisten hätten gegen 20:30 Uhr wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzverordnung Kontrollen und Ansprachen im Park durchgeführt. Jugendliche seien aufgefordert worden, sich an die geltenden Corona-Regeln zu halten und den Park zu verlassen. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hätten die jungen Erwachsenen teilweise sehr aggressiv auf die Polizisten reagiert.

Eine größere Personengruppe von rund 50 bis 70 Jugendlichen sei von Polizisten zum U-Bahnhof Gleisdreieck gebracht worden. Dort angekommen, sei aus der Gruppe heraus eine Dixi-Toilette umgestoßen worden. Nach Angaben der Polizei seien vier Polizeibeamte wenig später von einer Person aus derselben Gruppe heraus im Bahnhofseingang mit einem Feuerlöscher besprüht worden. Die Beamten hätten dadurch Atembeschwerden und Augenreizungen erlitten.

Die Verfolgung durch die vier Polizisten im U-Bahnhof hätte der Tatverdächtige mit wiederholtem Sprühen mit dem Feuerlöscher erschwert. Auch andere Personen im U-Bahnhof seien durch den Sprühnebel verletzt worden. Der Tatverdächtige habe in der Gruppe unerkannt untertauchen können.

Insgesamt seien elf Personen zwischen 15 und 27 Jahren festgenommen und ihre Personalien festgestellt worden. Ein Handy, mit dem die Tat gefilmt worden sein soll, sei beschlagnahmt worden. Die Polizei habe zudem Videoaufzeichnungen aus dem Bereich des Bahnhofs gesichert.

Die vier verletzten Polizeibeamten seien vor Ort von Sanitätern versorgt worden. Sie hätten ihren Dienst im Anschluss fortgesetzt. Die Ermittlungen, unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs, Missbrauch von Nothilfemitteln, tätlichen Angriffs und Beleidigung dauern an. Zudem seien Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung angezeigt worden.

Bereits in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag hatte es im Park am Gleisdreieck Auseinandersetzungen von feiernden Menschen, die sich dort in Gruppen und ohne Abstände aufhielten, mit der Polizei gegeben. Es kam unter anderem auch zu Flaschenwürfen. (Tobias Fellner, mit dpa)

Warum kreist ein Hubschrauber über dem Tempelhofer Feld?Am Freitagnachmittag konnten Anwohner einen Hubschrauber über dem Dreiländereck von Neukölln, Tempelhof und Kreuzberg beobachten. Die Polizei bestätigte dies: Es handele sich um einen Polizeihubschrauber, der über dem Tempelhofer Feld gekreist sei. Es seien viele Menschen unterwegs, und man kontrolliere auch aus der Luft, ob sich alle an die Regeln halten. Anwohner berichteten, das Feld sei zwar voll gewesen am Nachmittag, aber die Menschen hätten sich gut verteilt.

484 Neuinfektionen, Inzidenz bei 138In Berlin sind weitere 484 Corona-Virus-Infektionen erkannt worden. Damit liegt die Gesamtzahl der Fälle nun bei 147.950, wie die Senatsgesundheitsverwaltung in ihrem Lagebericht vom Freitag meldete. Innerhalb einer Woche wurden 138 Ansteckungen je 100.000 Einwohner als Sieben-Tage-Inzidenz registriert.

Seit Beginn der Pandemie sind in Berlin 3081 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, damit sind zehn Todesfälle hinzugekommen. 135.137 Menschen gelten mittlerweile als genesen.

Die Berliner Corona-Ampel zeigt bei der Inzidenz weiter Rot. Beim sogenannten R-Wert ist sie mit 0,75 im grünen Bereich. Der R-Wert gibt an, wie viele Menschen eine infizierte Person durchschnittlich ansteckt. 19,8 Prozent der Intensivbetten sind mit Covid-19-Patienten belegt. Die Berliner Ampel zeigt hier weiter Gelb. (dpa)

Brandenburg: Inzidenz überschreitet 150er-Marke – Lockerungen über Ostern
Die Zahl neuer Corona-Infektionen in Brandenburg pro 100.000 Einwohner in einer Woche hat die Marke von 150 überschritten. Der Wert stieg am Freitag auf knapp 151, teilte das Gesundheitsministerium mit. Damit liegt das Land im bundesweiten Vergleich auf dem vierthöchsten Rang hinter Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht.In fast allen Kreisen und Städten gilt die Notbremse. Dies passiert, wenn die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt drei Tage hintereinander über 100 liegt. Dann darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen, Einkaufen mit Termin ist gestrichen, auch Museen haben wieder zu. Von Donnerstag bis Dienstagmorgen gilt eine Verschärfung: Wo die Notbremse gezogen werden muss, tritt auch eine Ausgangsbeschränkung zwischen 22 Uhr und 5 Uhr in Kraft, dafür gibt es Ausnahmen wie den Arbeitsweg.

Die Uckermark liegt bisher unter der 7-Tage-Inzidenz von 100. Im Kreis Dahme-Spreewald liegt der Wert seit Donnerstag wieder über 100. Die Polizei entdeckte bei Kontrollen in der ersten Nacht der Ausgangsbeschränkung bisher einen Verstoß. Bei 50 Kontrollen sei eine Ordnungswidrigkeit im Süden Brandenburgs festgestellt worden, sagte ein Sprecher. „Die Brandenburgerinnen und Brandenburger halten sich dran.“

Für das Osterfest wird die Vorgabe für private Treffen gelockert. Über Ostern kann sich auch bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 ein Haushalt mit einem weiteren treffen, insgesamt dürfen höchstens fünf Personen zusammen sein, Kinder bis 14 Jahren ausgenommen. Auch für Besuche in Pflegeheimen werden die Beschränkungen gelockert. Aus Sicht des Verbands privater Anbieter sozialer Dienste in Brandenburg ist das ein großes Risiko. Der Gesundheitsausschuss gab für die neuen Bestimmungen am Donnerstag grünes Licht. (dpa)

Immer mehr Fälle von Coronavirus-Varianten in BrandenburgIn Brandenburg steigt die Zahl besorgniserregender Coronavirus-Varianten stark. In der vergangenen Woche seien 1924 Fälle gezählt worden, in der Woche davor 1510, teilte das Gesundheitsministerium in Potsdam mit. In der zweiten März-Woche lag die Zahl noch bei 992. Am häufigsten kommt dabei die zuerst in Großbritannien entdeckte, sehr ansteckende Corona-Variante B.1.1.7 vor. Ihr Anteil an allen Corona-Fällen lag in Brandenburg in der vergangenen Woche bei 41,5 Prozent, in einigen Bundesländern ist er noch höher. Deutlich seltener ist in Brandenburg die Zahl der in Südafrika verbreiteten Variante B.1.351.

Die meisten Fälle der britischen Corona-Variante wurden mit 600 bisher im Landkreis Oder-Spree gezählt, gefolgt vom Kreis Elbe-Elster mit 592 Fällen und dem Kreis Oberhavel mit 530 Fällen. Elbe-Elster ist der Landkreis mit der höchsten Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Die in Südafrika verbreitete Mutante B.1.351 kam bisher verstärkt im Landkreis Barnim vor mit 21 Fällen bis Ende März.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) bezeichnete die Lage mit Blick auf die höhere Gefährlichkeit der Varianten im Krankheitsverlauf am Donnerstag als „außerordentlich besorgniserregend“. Besonders betroffen mache, dass Ausbrüche bei Kindern und jungen Menschen in Kita und Hort bundesweit stark zugenommen hätten, sagte sie im Gesundheitsausschuss des Landtags. Das zeige den Ernst der Lage. (dpa)

Noch immer Probleme in der Astrazeneca-ImpfhotlineErneut gab es am Freitag Berichte über Probleme in der Astrazeneca-Impfhotline. Eine Terminsuchende sagt, sie sei nach gut 40 Minuten aus der Hotline geflogen, ein anderer berichtet, am Morgen nach zwei Stunden noch nicht einmal in die Warteschlange gekommen zu sein.

Bereits am Donnerstag kam es zu Problemen – Terminbuchungen waren nicht möglich, Die Termine konnten bei der stark frequentierten Impfhotline unter der Nummer 030 90282200 nicht vergeben werden. Manchem gelang es dann aber nach der Geduldsprobe, einen ersten Impftermin für Ostern zu vereinbaren – und einen Termin für die Zweitimpfung im Juni.

Das technische Problem solle rasch gelöst werden, hieß es bei der Hotline. Am Nachmittag teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit mit, bis 5. April würden die Zeiten der Hotline ausgeweitet, diese sei dann erreichbar von 7 bis 20 Uhr. Laut Doctolib, dem Impftermin-Dienstleister, beschränkten sich die Zeiten vorher auf 7 bis 18 Uhr.

Über 50.000 Impfungen in allen sechs Impfzentren seien über die Ostertage geplant, sagte der Koordinator der Berliner Impfzentren, Detlef Cwojdzinski, der rbb-Abendschau.

Die Senatsverwaltung hatte am Mittwoch angekündigt, Astrazeneca stehe ab sofort der Altersgruppe von 60 bis 70 Jahren zur Verfügung, wenn sie bisher noch keine Einladung erhalten habe. Das seien rund 300.000 Menschen, die nicht unter chronischen Krankheiten leiden. (mit dpa)

Corona-Gedenken mit Kerzen auf Tempelhofer Feld geplantMit 1.200 Kerzen auf dem Tempelhofer Feld soll am Karsamstag der Toten der Coronavirus-Pandemie in Berlin gedacht werden. Mit den Kerzen werde die aktuelle Zahl der an Corona Gestorbenen als Ziffer auf das Feld gebracht und mit einem Herz aus Kerzen gerahmt, teilten der Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz mit. Allein in der Bundeshauptstadt seien inzwischen mehr als 3.000 Menschen an Corona gestorben, bundesweit seien mehr als 76.000 Menschen durch die Pandemie zu Tode gekommen. (epd)

Blicken Sie noch durch? Hier unser Regel-ÜberblickTestpflichten, Kita-Notbetreuung und verschiedene neue Ausgangsbeschränkungen ab Karfreitag und kommenden Dienstag. Damit Sie Bescheid wissen, was in Berlin eigentlich gilt, haben wir unsere Fragen und Antworten zu den Corona-Regeln umfassend aktualisiert.

Kitaträger-Verband kritisiert Notbetreuung scharfDer Verband der Kleinen und Mittelgroßen Kitaträger (VKMK) hat die Rückkehr des Berliner Senats zur Notbetreuung in den Kitas scharf kritisiert. “Nach nunmehr einem Jahr gelingt es dem Senat immer noch nicht, ein Konzept zu realisieren, das über das ständige Öffnen und Schließen der Kitas hinausgeht”, teilte er nach dem Beschluss vom Donnerstag mit. Der VKMK vertritt die Interessen mehrere Dutzend Träger mit 9200 Plätzen in 186 Einrichtungen.

Mehrere Punkte seien “vollkommen inakzeptabel”, beklagte der Verband in seiner Mitteilung. Vor allem sei das Kindeswohl “nicht ansatzweise einbezogen worden”. Geschäftsführer Lars Békési schrieb: “Ein ständiges Wegsperren der Kinder scheint erschreckenderweise die einzige Idee des Senates zu sein.” Das Vorgehen sei nicht von den Empfehlungen der Wissenschaft gedeckt und zeige “ein erschreckendes Krisenmanagement.”

Békési beklagte, die Senatsbildungsverwaltung habe die Träger und ihre Verbände nicht angemessen einbezogen. Von der Entscheidung habe man aus den Medien erfahren. Dem Senat fehle ein Plan für eine Öffnung und auch für ein Ende des Notbetriebs. “Somit haben Träger, Fachkräfte und Eltern wieder einmal keine sichere Planungsgrundlage für die nahe Zukunft”, teilte der VKMK-Geschäftsführer mit. “Viele Träger werden mittlerweile nur noch durch ihre soziale Verantwortung

von einem Streik abgehalten.

Der Träger-Verband verwies darauf, dass es ein “umfangreiches und erprobtes Schutzkonzept” gebe – mit umfangreichen Hygienemaßnahmen, einem vorgezogenen Impfangebot für Erzieher:innen sowie der Beschaffung von FFP2-Masken und Schnelltests. “Wir fordern den Berliner Senat deshalb dringend dazu auf, seinen ‘Schlingerkurs’ zu beenden und

Pläne zu erarbeiten, die ein Bildungsangebot für alle Kinder auch in Zeiten der Pandemie sichern!”

Beamtenbund übt scharfe Kritik an Berliner Senat„Dieses Chaos ist ja nicht mehr auszuhalten“, kommentiert der Landeschef des Beamtenbundes, Frank Becker, die Corona-Politik des Senats. Der Berliner Senat habe mit den Neuregelungen zur Verunsicherung der Beamten beigetragen, heißt es in einer Pressemitteilung am Abend. „Die Beschäftigten sind verunsichert, genervt und mittlerweile restlos bedient von den widersprüchlichen Anweisungen, unklaren Vorgaben und realitätsfernen Bestimmungen.“

Der Verbund fordert verbindliche und eindeutige Regelungen insbesondere in Hinblick auf die Corona-Tests und die Impfungen. Die Diensthabenden seien mit der Umsetzung der Testpflicht überfordert und betrachteten diese deshalb lediglich als Angebot.

Auch der Beschluss, den Betrieb in den Behörden bereits am Gründonnerstag herunterzufahren, hätte klarer geregelt werden müssen, heißt es weiter. „Stattdessen wurden die Betroffenen im Tagesrhythmus mit widersprüchlichen Rundschreiben über die Konsequenzen dieser Freistellung bombardiert.“

Test-Zentren erhalten Geld für kostenlose Tests schon im AprilDer Berliner Senat und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin reagieren auf Kritik der zertifizierten Schnelltest-Stellen. Das Geld für die Gratis-Tests sollen die Unternehmen nun schon ab April erstattet bekommen und nicht erst frühestens im Mai. Das teilte Catherina Pieroth, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, am Donnerstag via Twitter mit.

Seit Anfang März werden Test-Stellen in Berlin vom Senat zertifiziert, schon über 210 Stationen gibt es. Dort kann sich jeder Berliner kostenlos testen lassen. Bislang arbeiten die Zentren aber auf eigene Rechnung und über Kredite. Die vereinbarten 18 Euro pro Test sollten sie erst ab frühestens Mai erhalten, hatte ihnen die KV mitgeteilt. Erste gaben deshalb schon wieder auf. Pieroth sagte dazu: “Toll, wie flexibel die KV reagiert!”

Inzidenz bei 141,6 – die meisten Neuansteckungen bei 30- bis 39-JährigenDie Berliner Gesundheitsverwaltung meldete am Donnerstag erneut 1205 neue und bestätigte Corona-Infektionen. Bereits am Mittwoch lag der Wert über der 1000er-Marke. Die meisten Ansteckungen wurden am Donnerstag in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen erfasst (227 neue Fälle), gefolgt von den 50- bis 59-Jährigen (179 neue Fälle). 

Auch die Inzidenz ist weiter gestiegen und liegt jetzt bei 141,6 – die dazugehörige Corona-Ampel steht auf Rot. Die höchste Inzidenz meldet Neukölln mit 209,4. Mit dem stadtweit niedrigsten Wert von 99,4 ist Pankow der einzige Berliner Bezirk, in dem die Inzidenz unter dem Schwellenwert von 100 liegt. 

16 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben, das sind doppelt so viele wie am Vortag. Der Anstieg der Infektionszahlen macht sich auch auf den Intensivstationen bemerkbar: Dort ist der Anteil der Covid-Patient:innen erneut gestiegen auf 20,2 Prozent (von 19,3 Prozent am Mittwoch). Die Corona-Ampel für diesen Wert steht auf Gelb, erst bei 25 Prozent springt sie auf Rot um. 

11,63 Prozent der Berliner:innen haben bislang eine erste Impfung gegen das Virus erhalten. Die Zweitimpfung bekamen 5,52 Prozent.  

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