Hoffentlich wird's nicht so schlimm, wie's schon ist.

www.pressebank.net

Leben von Hartz IV – Ist man an Armut selbst schuld? Folge 4/4

Heidi ist arm. Sie lebt von Hartz IV und holt sich ihr Essen an der Tafel. Genau wir ihre Mutter. Wie kommt sie damit klar? Ich habe sie zu Hause besucht.

Folge 4 der Frage “Ist man an Armut selbst schuld?”, die Michael sich letzten Sommer gestellt hat.
Zu Folge 1 geht’s hier lang: 
Zu Folge 2 hier lang: 
Und zu Folge 3 hier lang: 

Folgt mir auch auf Facebook: 

source

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

43 Kommentare

  1. Opossum Dealer 25/09/2018

    Hauptsache Kinder kriegen wollen, obwohl man nicht genug Geld hat und schon denkt dass sie auch in Armut leben werden.

  2. internetsowngirl 04/10/2018

    NEIN! NCHT EINMAL ARM IMMER ARM!
    Es kommt IMMER auf einen selbst an, was man aus sich macht.
    Auch meine Mutter empfängt seit ca. 5 Jahren HartzIV und es muss mit mir nicht auch so gehen.
    (Nur um das klarzustellen: Mama hat Mechatronikerin gelernt, als Anwaltssekretärin, in einer Bäckerei, als Putzfrau und Tagesmutter gearbeitet! Sie empfängt bloß aufgrund ihrer Lungenkrankheit und der daraus resultierenden Arbeitsumgfähigkeit HartzIV (die Idee mit der Rente kam leider erst letztens auf)) Ich bin jetzt in der Oberstufe, strebe das Abi mit anschließender Ausbildung zur Chemie-/Biologielaborantin und später mein Biochemie-/ Linguistikstudium an.
    Die Herrausforderung ist neben der Ausbildungs-/Jobsuche besonders, die eigenen Stärken zu finden und sich mit denen gut verkaufen, also anstellen lassen, können.

  3. Matthias W 14/10/2018

    Wurde gesagt warum Heidi nicht arbeitet oder ist die einfach noch in der Schule?

  4. Frity Fantom 02/11/2018

    Heide kommt rüber wie eine lebende Tote.

  5. Günther Toastbrot 05/11/2018

    Ich hatte gedacht, jedes Kind geht zur Schule. Wenn Eltern aber die Wohnung vollrauchen und vollsaufen, wie sollen dann die Kinder darin lernen? Ich habe das Gefühl, dass manche armen Eltern sich und ihr Kind in die Opferrolle stecken und die Kinder oft falsch erzogen werden. Es klingt hart, aber für viele Kinder wäre es wahrscheinlich besser, wenn den Eltern mehr auf die Finger geschaut wird.

    Mich würde auch interessieren, was gemeint ist mit: "Wir bekommen keine Arbeit." Bewerben sich solche Menschen überhaupt, versuchen sie es regelmäßig, und bewerben sie sich auch für Dinge, für die sie geeignet sind?

    Alles nur Vermutung, berichtigt mich gerne!

  6. Dominik Werner 09/11/2018

    Mir ging es selbst mal so, zum Teil war ich selbst schuld, die Politik und auch nie die Chance bekommen zu haben. Ich bin aber Erfolgreich aus diesem Teufels Kreis raus gekommen.

  7. Kathi 11/11/2018

    Die Einstellung von der Mutter ist aber auch nicht hilfreich. Es ist sicher sehr sehr schwer da raus zu komnen, aber auf keinen Fall unmöglich. Wenn man nicht daran glaubt, hat man wirklich keine Chance.

  8. Vivi • 13/11/2018

    ‘Schwer. Wir tun dann wirklich große Packungen Fleisch zum Beispiel eingefrieren. Damit man dann über das Monat Fleisch hat.’ Naja also, ein Junge aus meiner Klasse ist jetzt auch ins Heim gekommen. Er könnte ganz normal sein und alle Lehrer kämpfen dafür, dass er auf den Gymnasium bleibt. Man kann trotz Heim etwas aus sich machen! Diese Person muss es nur wollen!!!

  9. Bruh_ 69 25/11/2018

    Warum rauchen die Menschen in diesem Dokumentationen immer?
    Wer Geld für Kippen hat ist ganz klar nicht arm.

  10. katx 26/11/2018

    Harz 4 ist zwar wenig aber damit kann man eigentlich ganz gut leben! Das kann ich nur aus eigener Erfahrung erzählen. Als Studentin bin ich wesentlich ärmer, das scheint mir etwas komisch zu sein, aber ich bin für die staatliche Unterstützung trotzdem dankbar.

  11. *sevenstars* 03/01/2019

    Geld ist nicht alles…

  12. Christian Ling 03/01/2019

    Michael: "Siehst du hier auch vermehrt junge Leute hier?"
    Die Dame: "…Auch Mädels die hier allein her kommen, das tut mir dann schon leid."
    Ach Männer/Jungs etwa nicht?! Argh.

  13. Evita K 05/01/2019

    Also ich finde es echt schade, dass die Mutter selbst Heidi anscheinend nicht genug zutraut "Sie wird immer Hilfe brauchen."
    Nimmt vielleicht schon die Motivation und den Glauben an sich selbst weg :/

  14. Oliver Miller 07/02/2019

    Ich bin auch aus einer sehr armen Familie und habe dadurch sehr viele arme Menschen kennengelernt. Man kann nicht pauschalisieren, dass man selbst schuld ist oder jeder da so ohne weiteres herauskommt. Es wird einige geben, die unverschuldet immer arm bleiben. Das sind aber nicht so viele, meistens Leute mit sehr schweren Krankheiten, Suchtproblemen die sie nicht in den Griff bekommen, Traumas oder Übergriffe in der Familie, die nicht verarbeitet werden oder weil sie schlicht dumm/zu faul zum lernen sind. OK, beim letzten Punkt fühlen sich einige auf die Füße getreten aber das sind objektive Gründe. Das ist aber nur ein kleinerer Teil.

    Der größte Teil hat Selbstmitleid, ist antriebslos (da ist auch das faul sein in der Schule/im Leben inbegriffen) und es wird einem immer erzählt, was alles nicht möglich ist. Kenne ich sehr gut aus eigener Erfahrung. Ich habe so viele Ausreden als Kind gehört, warum etwas nicht geht, dass ich eine ganze Romanreihe darüber schreiben könnte. Leider ist es so, dass das Umfeld zumeist negativ ist, wie man an Heidi sehr gut beobachten kann. Wenn sie nicht die Kraft zum ausbrechen findet, wird die wirklich üble Prophezeiung der Mutter leider Wirklichkeit. Man hat an ihrem Gesichtsausdruck auch das Entsetzen sehen können, als die dumme Mutter das gesagt hat.

    Aber trotzdem: Es liegt, wenn nicht die obenstehenden objektiven negativen Gründe vorliegen nur an dir, das beste aus deiner Situation zu machen. Man muss nicht superreich werden, es langt ja schon eine durchschnittliche Arbeitsstelle, die die Rechnungen bezahlt und wo man einigermassen über die Runden kommt. Das ist selbst als durchschnittlich begabter Mensch gut möglich. Wer mehr Ehrgeiz hat und fleißiger ist, der kommt zumeist auch sehr viel weiter. Es hat zwar nicht viele Vorteile, arm zu sein. Es gibt aber einen ganz wesentlichen: Wenn Du durch die Armut gelernt hast zu kämpfen, hast Du eine bessere Ausgangsposition als viele aus einem behüteten Familienhaus. Du bist automatisch selbstständiger und nimmst mehr auf dich. Damit kann man viele Vorteile reicher, bevorzugter Menschen kompensieren.

    Von daher haben Dave und Heidi schon eine Chance. Aber sie müssen sie nutzen, sonst wird es ein genauso armseliges, beschissenes Leben wie das ihrer Eltern. Wenn sie das kapieren, sind die Chancen gut, zumindest ein beruhigtes, normales und angenehmes Leben zu führen und diese Ämter hinter sich zu lassen. Aber ohne viel Eigeninitiative geht das nicht.

  15. Peter Manz 22/02/2019

    Warum gönnt ihr Heidi das rauchen nicht?

  16. Püppi Max 09/03/2019

    wie überal so ist es auch hier… mal ist man selbst schuld, mal wird vom vom leben gefi**t. Puschalisieren ist der falsche Weg, deshalb, wenn jemand die Hintergünde und die Lebensgeschichte nicht kennt, dann sollte man die Fresse halten

  17. Gamer3172 10/03/2019

    Ich muss sagen arbeit findet man. wenn man sich bemüht.
    Also vllt keine traumjobs aber fabrikarbeit , service , aushilfen.. zumindest irgendwas statt harz4 kann man mit etw. Eigeninitiative aufjedenfall hinbekommen..

  18. Sicarius1987 26/03/2019

    Weiß zwar nicht wie es gerade in diesem Fall Heidi geht, aber vielleicht kann man ihr über diesem Weg helfen.

    Vorneweg ich bin kein Finanz Genie, aber die Tipps und Tricks könnten bestimmt etwas helfen. Meine Ziel ist es ihr/euch zu helfen, deshalb legt nicht alles auf die Gold waage. Danke.

    Als Erstes sollte man ein "Ist- Zustand machen. Wieviel Geld brauche man im Monat bzw Jahr. Miete; Storm; Versicherungen; Telefon; Handy; etc. Falls dort Luxusausgaben enthalten sind, sollte gegebenfalls überlegt werden diese erstmal für eine Zeit zu kündigen. Achtet bitte auch auf Zahlung die einmal im Jahr bzw. im Quatal kommen, diese sollten auf dem Monat mit eingerechnet werden. Was vielleicht noch helfen kann, ist Nachzahlungen bei z.B bei Storm zu vermeiden, ich setzte mein Abschlag immer etwas höcher als er eigentlich ist, um keine böse überraschung zu bekommen. Nun zu den Einnahmen. Diese solltet ihr natürlich gegen die festen Ausgaben gegenrechnen und schauen was ihr für den Monat über habt. Wichtig sollte auch sein etwas zu sparen das man überhaupt nicht ausgibt, und dieses auch gleich an dem Tag wann das Geld kommt und nicht am ende des Monats. Bitte auch etwas Sparen wenn man Schulden hat und wenn es nur ein kleiner Teil ist.

    Nun kommen wie ich finde zu dem wichtigesten Teil, die veränderlichen Ausgaben. Dazu zählen Essen, Tanken, No Food etc. Am besten ihr schreibt jede Geld bewegung auf, auch wenn diese noch so klein ist. In den ersten Monaten braucht ihr an eurem kaufverhalten auch nix ändern. Schaut erstmal z.b die ersten drei Monate an. Wenn ihr regelmäßig geldverschwendet, ändert ihr diese eine sache. Und danach etwas ändern nach weiteren drei Monaten. Diese und ähnliche Methoden habe ich z.B aus de Büchern von Bodo Schäfer, falls jemand mehr wissen möchte.

    Nun kommen wir noch zum Thema Arbeitslosen Geld II. Dieses Geld soll den Bedarf decken. Und mehr auch nicht. Es kann extra ein ein Euro Job angenommen werden um sich etwas "Luxus" kaufen oder man steckt auch dieses Geld um den Bedarf zu verschönern. Auch wenn es nicht jeder gern liest, zu den Luxusartikeln gehören aus MEINER Sicht, Alkohol, Tabak, Cola Fanta, übertrieben viel Zucker. Auch wenn man sich Tiere hält, ist dies Luxus. Falls ihr gerade Arbeitslosengeld II bezieht, rechnet euch bitte aus wieviel Geld ihr bei einer Arbeitsaufnahme braucht. Erstmal müsst ihr bedenken das ihr eurer Geld erst nachträglich kommt und nicht wie das Arbeitslosengeld II vorher. Zudem kommen neue Ausgaben dazu z.B fahren zur neuen Arbeitsstätte( Monatskarten für öffentliche Verkehrsmittel), GEZ muss nun selbst bezahlt werden. Nicht zuvergessen Rücklagen falls etwas kaputt geht z.B Auto, Waschmaschine etc.

    Am besten macht ihr diesen Sachen schriftlich um zusehen wie es sich entwickelt. Oder falls mögich auch auf einem Pc mit entsprechenden Programmen.

    Hoffe das ich vielleicht einigen helfen könnte und wünsche euch viel Erfolg

  19. Tascha K 20/04/2019

    Ich finds grad bissel deprimierend die Doku zu sehen, weil ich sie halt kenne und die Sache anders sehe. Eine kleine Wohnung oder so ein kleines Zimmer ist in München normal, dafür braucht man nicht arm zu sein. Es gibt hier WGzimmer für 800€… Und es ist schwer umkämpft. Man schreibt 40 WGs an und kriegt 2 Absagen und eine Wg kann man sich dann anschauen, die man aber nicht kriegt. Ich hab zu nem anderen Teil von der Doku auch schon ein Kommentar geschrieben. Ich war mit ihr im Heim. Nur weil man in Armut aufwächst oder eine ungebildete Familie hat, heißt es nicht das man arm bleibt. Das gildet vielleicht für andere Länder, aber nicht für Deutschland. Klingt jetzt bissel doof, ist aber so. Ich war selber im Heim, meine gesammte Familie ist arm und eigendlich meiner Meinung nach auch total gestört/psychisch Krank. Trotz psychischer Erkrankung seid der Kindheit, hab ich eine Abgeschlossene Ausbildung und nun auch ne Arbeitsstelle. Ich schaff es grad mein Leben in den Griff zu kriegen, trotz jahrelangem Leben mit HartzIV. Mein Bruder hat sogar sein Abitur, obwohl er mit 17 ein Monat Obdachlos war. Mein zweiter Bruder macht die mittlere Reife und wird warscheinlich auch sein Abitur machen. Wir sind nicht reich aufgewachsen, unsere gesammte Familie ist ungebildet und wir wurden alle emotional missbraucht und vernachlässig. Das eigene Leben wird stark von der Familie beeinflusst, aber am Ende entscheidet man selbst. Wir haben es halt nur schwerer. Ich bin so vielen HartzIV-Empfängern begegnet, die rumjammern, dass Geld sei nicht genug und sie hätten keine Chance. Ich hasse so etwas und die Medien tuhen das Bild auch noch verstärken. Man kann von HartzIV leben und man kann mit dem Geld auch ins Cafe gehen oder in Kino. Sogar mehrmals im Monat. Je nachdem was für Rechnungen anstehen und wie man mit dem Geld umgeht. Außerdem muss nan halt auch selber frisch kochen. Ist halt billiger. Und wenn das Geld gesperrt wird, sorry da ist man in der Regel selber schuld. Rechtlich schreiben die den Satz immer hin und drohen mit ner Sperrung. Sonst kümmert sich halt niemand um um die Papiere. Und ich finds jetzt irgendwie schon traurig, dass Heide-Marie hier sagt, sie kämme mit dem Geld nicht zurecht, obwohl wenn ich es richtig verstanden hab, sie zur Tafel geht. Kann ich nicht nachfolziehen… Sorry

  20. Wolf 2 02/05/2019

    Wenn min ein Elternteil Harz 4 beantragt hat und du in dieser Familie/Haushalt lebst ( deren Kinder) bist du automatisch in einer „bedarfsgemeinschaft“.
    Natürlich auch wenn du minderjährig bist.
    Wenn du in einer bedarfsgemeinschaft lebst und bist 15 Jahre alt, bekommst du ab diesem Zeitpunkt selber Briefe vom Jobcenter. „Sie wollen mit dir über deine schulische und berufliche Situation sprechen“. Aus dem Grund sollst du jedes halbe Jahr mit deinem Zeugnis zum Jobcenter gehen und ihnen das Zeugnis (Kopie) vorlegen.
    Mit anderen worten: sie versuchen Dir (teils bevor du deine Schulpflicht erfüllt hast) einzureden die Schule abzubrechen und ein Jobangebot von Ihnen annehmen.
    Und es reicht schon aus, dass wenn du nicht die Kopie von deinem Zeugnis dabei hast ect. , dass Dir bzw deinen Eltern/deinem Elternteil Geld gestrichen wird.

    Zumindest ist das meine Erfahrung mit dem Jobcenter und Harz 4

  21. Captain Lajos 15/06/2019

    Sie will dieses Leben nicht mehr haben, aber richtig dran arbeiten will sie auch nicht. Merkt man bei 3:23 halt auch.

  22. Hotti Karotti 23/07/2019

    Hallo , niemand ist daran schuld wurde ja so erfunden ^^Was ich schlimm finde ist jetzt haben wir das klima desaster usw ……..und ein armer mensch oder wenig verdiener …haben bis zum Ende des Monats kein Geld mehr .kein wunder das viele so kollabieren :((( ach egal Traurig aber Wahr :(((((((((((

  23. IFindus Tomcat 28/07/2019

    Was wäre wohl, wenn die Mutter ihre Tochter zur Adoption in die Arztfamilie freigegeben hätte?
    Ich wette, dass das Mädchen heute erzählen würde, dass sie sich immer gefragt hat, wie eine Mutter ihr Kind freigeben kann, dass es egoistisch war, damit sie selbst es einfacher hätte und so weiter. Solche Geschichten gibt es viele. Hauptsache, die anderen haben schuld. Nein, sie ist doch an nichts schuld. Vielleicht wäre mehr Geld im Haus ohne Zigaretten? Und im Heim ist sie gewesen? Es gibt viele Kinder, die in Pflegefamilien gut aufgehoben sind und dort alle Chancen bekommen. Ich denke Heidemarie sollte den Weg : "Ich kann das, ich mach das jetzt" weiter verfolgen. Die Einstellung: "Mein Leben ist scheiße" sollte eher als Motivation helfen.
    Die innere Einstellung und Bereitschaft ist unheimlich wichtig. Anderen die Schuld geben erleichtert vielleicht, hilft aber nicht weiter. Und die Antwort auf: "Was fehlt?" war "Kino und halt sowas. Das hat mich am meisten geschockt. Wenn´s sonst nix ist…da geht es aber vielen Leuten schlechter. Ist das ein Zeichen für Armut, wenn ich mir Kino nicht leisten kann?
    Was mich geärgert hat, war die Sache mit Hartz 4. Wenn ich meine schlecht verdienende Tochter in die viel zu kleine Wohnung aufnehme, damit wir zusammen legen können, wird meine Sozialleistung gekürzt? Zahlt das Amt lieber zwei einzelne Wohnungen? Und wenn das Mädel fleißig ist und Ausbildung macht, geht der Lohn von ihren Sozialleistungen ab? Ist in diesen geringen Höhen doch nicht nachvollziehbar. Klar, wenn sie 450 Sozialleistungen hat und dann in der Ausbildung 900 verdient…das kann man etwas einkürzen. Aber doch nicht von dem Hungergehalt. Da verstehe ich den Spruch: "Hartz 4 und der Tag gehört Dir", denn dann kann man´s auch lassen und sich wenigstens die Freizeit zum wenigen Geld gönnen.
    Fazit also: Armut kann selbst verschuldet sein, ist von Fall zu Fall unterschiedlich und sie wird vom Staat falsch gefördert statt vermieden.

  24. linksgrünversiffter grumpy old man 20/10/2019

    Nur zur Erinnerung: Cum-Ex-Bänker haben jedem Bürger Deutschlands 500€ an Steuergeldern geklaut.

  25. Simon Peters 19/11/2019

    Jeder hat die Freiheit in die Bücherrei zugehen den ganzen Tag zu lesen Abschlüsse nachzuholen und dann arbeiten zu gehen. Zudem gibt es Jobs in denen man auch ohne schulische Bildung 1-2k machen kann

  26. BlackStarMulti 24/12/2019

    Man ist nicht Schuld daran, wenn man arm geboren wird, aber man ist Schuld daran, wenn man arm stirbt.

  27. Cefffy 27/12/2019

    Wenn man die Briefe vom Jobcenter nicht liest, sich nicht kümmert und noch nicht einmal weiß, was in den Schreiben drinsteht, muss man sich auch nicht wundern, wenn einem das Geld gesperrt wird und man vielleicht aus der Wohnung rausfliegt..! 🙄😣

  28. Jes sy 28/12/2019

    Ich wurde von Eltern und Freunden unterstützt als ich von zu Hause ausgezogen bin und konnte Fragen stellen und habe aber auch von meinen Eltern vorgelebt bekommen was man tun muss, um ein geregeltes Leben zu führen.
    Aber die Personen in dieser Dokumentation haben das nie gezeigt bekommen, selbst bei Heidi wurde ja offen gesagt, dass auch die Mutter im Heim war.
    Niemand hat ihn jemals gezeigt, wie man sich um diese Dinge kümmert.

    Zum Beispiel würde ich Dave gerne sagen, dass es natürlich so ist, dass viele 21 Jährige keine Unterstützung von der Carritas brauchen. Aber er muss sich doch deswegen nicht schlecht fühlen, denn man kann es auch andersrum sehen, dass viele 21-Jährige auf der Straße hängen, null Bock haben und sich um nichts kümmern und Drogen nehmen und denen ist er definitiv einen großen Schritt voraus. Wenn er die Unterstützung der Caritas annimmt und durchzieht ist er die auch in absehbarer Zeit wieder los. So was sind Dinge, die von engen Vertrauten, von Eltern, sehr guten Freunden oder Familie gesagt werden müssen und auch nicht nur einmal.

    Ich finde man kann es nicht über einen Kamm scheren manche Menschen sind bestimmt an ihrer Situation selbst schuld bei anderen ist es einfach eine Verkettung unglücklicher Umstände aber ich glaube definitiv, dass es wirklich sehr schwer ist da herauszukommen.

  29. Titrit Sadky 30/12/2019

    Ich glaub, die Tafel ist unheimlich wichtig! Frische Lebensmittel sind echt teuer….

  30. AVKnecht 08/02/2020

    Natürlich kann es bei uns jeder schaffen. Dieses vom Tellerwäscher zum Millionär-Ding ist auch Blödsinn, aber vom Tellerwäscher zum Beikoch, der ne eigene Wohnung, ein Auto und ein geregeltes Leben hat, ist es gar nicht so schwer.

  31. Fröscherl Frosch 20/02/2020

    Einmal arm, immer arm…
    Nein, man ist nicht selbst schuld daran arm zu sein, man ist es aber wenn man gar nichts dafür unternimmt um aus dieser Armut raus zu kommen.
    Mein Vater war Frührentner, meine Mutter hat, seit ich mich erinnern kann, in 15 Jahren, mal insgesamt vielleicht 1 1/2 Jahre als Reinigungskraft gearbeitet.
    Jammern konnte sie ganz groß über das fehlende Geld. Aber leider war ihr Leidensdruck anscheinend nicht groß genug, dass sie dafür länger arbeiten gegangen wäre. Wegen uns 3 Kindern ist sie definitiv nicht zu Hause geblieben, wir haben uns ab der 1. Klasse selbst für die Schule hergerichtet, unser Frühstück selbst gemacht, Hausaufgaben eigenständig gemacht. Nach der Schule, so ab der 2. Klasse, ist sie nicht mal mehr vom Sofa aufgestanden um selbst einkaufen zu gehen, das habe ich Knirps ja dann gemacht, die schweren Einkaufstaschen bergauf, bergab geschleppt.
    In der Schule wurde ich oft gemobbt, weil meine Kleidung eigentlich schon bei meiner Schwester abgetragen war, wir immer in den übelsten Bruchbuden gelebt haben und sogar kleine Schulausflüge finanziell fast nicht machbar waren.
    Mit 12 Jahren habe ich für ein kleines Taschengeld Zeitungen ausgetragen, das Geld habe ich aber auch oft zu Hause abgegeben wenns eng wurde zum Monatsende. Mit 15 habe ich dann angefangen neben der Schule zu bedienen. Jedes Wochenende, jeden Feiertag… Ich habe mich auf meinen Hintern gesetzt und für meinen Schulabschluss gebüffelt, 2 Ausbildungen abgeschlossen, Weiterbildungen gemacht und dabei noch Schulden meiner Mutter abbezahlt, die sie fleißig auf meinen Namen angesammelt hat.
    Heute lebe ich mit meinem Mann in einem eigenen Haus, habe ein gutes monatliches Einkommen, muss mir keine Sorgen mehr machen wenn die stromrechnung ins Haus flattert oder das Auto repariert werden muss.
    Ich bin kein Grosverdiener, genieße aber den Reichtum, im Supermarkt auch etwas mitnehmen zu können was nicht vorher genauestens durch kalkuliert war. Wenn meine Schuhe kaputt sind, kaufe ich mir wieder welche. Wenn ich am Wochenende nen mädelstrip machen möchte, dann kann ich mir das leisten. Weil ich für mein Geld auch arbeite.
    Was ich meiner Mutter am meisten ankreide, ist nicht, dass sie uns nicht jeden Mist kaufen konnte. Ich nehme es ihr übel dass sie selbst den Hintern nicht hoch bekommen hat um wenigstens etwas an unserer Lage zu verbessern. Wenn sie die Zeit zu Hause wenigstens genutzt hätte um voll für uns da zu sein… Aber sie konnte nur faul rum liegen und nölen, wie beschissen alles ist.
    Ich bin dankbar dafür dass ich nun unabhängig leben kann und mich erfolgreich aus der Armut durch harte Arbeit raus gekämpft habe. Meinen Geschwistern ist das nicht gelungen, die haben ihre ausbildungen abgebrochen und leben seither auch vom Amt. Ohne jeglichen Ansporn sich da zu verbessern.
    Als ich in der 2. Ausbildung keinerlei Anspruch auf Unterstützung hatte, weil ich ja schon einen Beruf erlernt hatte, habe ich oft gedacht dass ich mit Hartz IV tatsächlich besser leben könnte. Mein Kühlschrank ging kaputt und diesen konnte ich 4 Monate nicht ersetzen, obwohl ich zusätzlich zur Ausbildung noch mehrere Neben Jobs ausgeübt habe und ich gefühlt rund um die Uhr nur noch am arbeiten war. Meine Schwester telefonierte in dieser Zeit mal mit mir und erzählte dass sie nun am Folge Tag blöderweise früh raus muss, da ihre Waschmaschine hin ist und sie am Amt eine neue beantragen muss. Und dann erzählte sie was sie heute tolles eingekauft hatte… Und ich dachte, ich bin der Depp der Nation! Ich schuftete mich dumm und dämlich und hatte trotzdem wochenlang nur Toastbrot mit Marmelade auf dem speiseplan stehen.

    Meine Vergangenheit macht mich aber gerade jüngeren dauerarbeitslosen gegenüber sehr ungnädig. "Meine Eltern sind arm, also kann aus mir auch nix werden", ist einfach eine bequeme Einstellung. Denn hätte man den Anspruch etwas aus sich zu machen, endet das leider leider in Arbeit.

  32. Mahdi Mido 06/04/2020

    Ich bin auch hartz 4 empfänger trotz meiner chronische krankheit ms hab ich für jobcenter berichtet das ich arbeiten will und ne ausbildung machen will na klar meine sachbearberterin hat mir gesagt du hast ms und möchtes trotzdem arbeiten und ein kind unter 3 jahren das kommt bei uns nicht so offt vor na klar habe ich gesagt das heißt nicht das ich krank bin mein ganzes leben auf jobcenter bleibe auch wenn ich grad behinderung hab was damit sagen wollte nicht arbeiten möchte ich nur faul dafür punkt und ich werde ne BEA ausbildung machen in august ich freue mich wirklich

  33. Nicer Dicer 05/05/2020

    Voll TOLLE doku reihe nur ein "bischen" zu kurz.

  34. Mania Velven 11/05/2020

    Schade dass die Mutter nicht daran glaubt, dass ihre Tochter es schafft. Anfangs sagte sie noch, dass es schwer ist dagegen zu denken, wenn einem alle sagen dass man nichts kann… Als Mutter würde ich mein Kind eher ermutigen, damit sie auch selbst daran glauben kann, dass sie es aus diesem Kreislauf schafft.

  35. Goldichan92 27/05/2020

    Ich komme auch aus einer einkommensschwachen Famile und habe studiert.
    ich denke, da kommt es auch oft auf die Einstellung der Eltern und auf das Umfeld an, das prägt einen sehr.

  36. saye 03/07/2020

    Wen man kein geld hat ist alles ein Kampf … Die einfachsten Dinge werden zu Problemen …

  37. Mona Mona 06/08/2020

    Trotz Arbeit reicht es nicht ! Genau das ist eine große Problematik im ach so reichen Deutschland! Da könnte ich kotzen 🤮. Es gibt auch immer einen Unterschied zwischen den Leuten die nicht wollen und denen die nicht können . Aber : wenn man ein psychisches Problem hat , kann man nicht immer alles darauf schieben . Es gibt genug Menschen die trotz psychischer Probleme arbeiten . Auch wenn man aus einem nicht so schönem Elternhaus kommt kann man einiges erreichen . Man muss nur wollen und an sich arbeiten . Das ist nicht einfach aber kann funktionieren

  38. Riot Grrrl 25/08/2020

    Wenn man sich ein wenig mit Psychologie beschäftigt, fällt es ganz schwer, dem Begriff "Schuld" eine sinnvolle Bedeutung beizumessen. Dafür muss man noch nicht einmal in die Biopsychologie und allerlei chemische körperliche Prozesse eintauchen, es reicht bereits, ein paar Gesellschaftsstudien zu betrachten.
    Warum werden die Kinder von Nicht-Akademikern meist wieder Nicht-Akademiker?
    Wahrscheinlich können wir bald auf Grund gesammelter Daten sehr viele Lebensentscheidungen einer Person vorhersagen – ergibt es Sinn, jetzt von "Schuld" zu sprechen, nur weil unser Gehirn nunmal so funktioniert oder weil wir noch nicht so weit sind, alle determinierenden Variablen, die es aber gibt, zu beschreiben?

    Ich weiß nur eins: Kein Mensch WILL leiden. Und wenn jemand eben doch leidet, dann gibt es für die- oder denjenigen in der momentanen Situation offensichtlich keinen zugänglichen Weg, das Leiden zu beenden. Ob es jetzt materielle, externe oder unsichtbare, intrapersonelle Gründe dafür gibt.
    Mit ein bisschen Empathie ist das eigentlich logisch.

  39. reh sin 16/12/2020

    Ich finde es wirklich gut, dass ihr auf sowas aufmerksam macht. Ehrlich.

    Aber um ehrlich zusein, triggert es mich irgendwie. Ich lese und höre immer, „einmal arm, immer arm” mimimimi.

    Meine Eltern sind eigentlich seit Ewigkeiten Arbeitslos. (Ich bin jetzt 25). Und leider – muss ich sagen, dass meine Eltern gar nicht mit Geld umgehen können. Zigaretten, teure Hobbies etc. Und am Ende des Tages wird immer nur gemeckert. Ich bin der Meinung, dass Arbeitslos sein unglücklich und perspektivlos auf Dauer macht. Man hat mir als Kind immer wieder gesagt, (Arbeitsamt, denn da muss man als „Harzerkind” nunmal ab und zu hin) „du schaffst das nicht, was du dir vorstellst – geh doch in die Pflege.”

    Ich bin seit einigen Jahren selbstständig, weil ich mehr wollte, als das was ich mitbekommen habe. Mir hat es nie an etwas gefehlt, ich hatte essen & ein warmes Bett. Klar musste ich zurückstecken, was meine Wünsche angeht und im Urlaub war ich bis vor einigen Jahren auch noch nie. Den Führerschein und das erste Auto, habe ich mir auch selbst erarbeitet.

    In Deutschland herrscht eine relative Armut. Solange man nicht hungern muss und ein Dach über dem Kopf hat ist man meiner Meinung nach nicht arm.

    Ich bin mit 18 ausgezogen und habe im Monat von 500 Euro gelebt (Ausbildung) und das in Köln! Das waren 3 harte Jahre, prozentual habe ich definitiv schlechter als ein Harz IV Empfänger gelebt, weil sich die Fahrkarte und Rechnungen auch nicht von alleine bezahlen. Aber ich hab was draus gemacht.

    Und nein – ich rede von niemanden der durch Krankheit in Harz IV reingerutscht ist.

    Denkt da mal drüber nach. Ihr seid viel mehr, als das arme Würstchen, was dich immer suggeriert wird. 🙏🏻 Versteht mich nicht falsch. Aber „ich kann nicht” – klingt für mich eher wie „ich will nicht können.” Vom Sesselfurzen wird das Portemonnaie halt nicht voller.

    Habt einen tollen Tag. 🍀

  40. Schattenkeks 06/01/2021

    "Nah -Sie wird immer ne Unterstützung brauchen!"..kein Wunder daß man bei derartigen Aussagen von der Mutter, nicht das stärkste Selbstvertrauen aufbauen kann und eher resigniert.😑

  41. Tala Wolf 22/01/2021

    Den Spruch „Einmal arm, immer arm“ kann ich nicht nachvollziehen. Wenn du gesund / arbeitsfähig bist und Willensstärke besitzt (und keinen Ärger mit dem Gesetz hattest), kannst du ausnahmslos alles erreichen! Dir werden keine Steine in den weg gelegt, nur weil du von Hartz4 lebst. Was sollen denn da Schwerbehinderte, Autisten und geistig behinderte Menschen sagen? Denen werden Steine in den Weg gelegt und vor allem Autisten und geistig behinderte Menschen landen meistens in Behinderten-Werkstätten, weil man ihnen von vornherein keine Chance gibt.

  42. Eva MG 22/02/2021

    Meine beiden Eltern kommen aus Familien die man als arm bezeichnen kann. Für mein Vater war kein Geld fürs Abitur da, sie konnten nur den ältesten Bruder finanzieren. Bei meiner Mama hieß es sie sollte möglichst früh raus und heiraten, weil Geld knapp war. Sie ist mit 15(!) ausgezogen. Haben beide viele viele Überstunden gemacht und sich was zusammengespart, sich kennengelernt, geheiratet, Firma gegründet. Und dann sehr sehr gut gewirtschaftet. Haben jetzt 3 Kinder mit Uniabschluss und gut bezahlten Jobs. Also es geht schon.

© 2021 Hoffentlich wird's nicht so schlimm, wie's schon ist.

Thema von Anders Norén

21787 Besucher online
21786 Gäste, 1 Mitglied(er)
Jederzeit: 21787 um/am 07-30-2021 02:55 pm
Meiste Besucher heute: 21787 um/am 02:55 pm
Diesen Monat: 21787 um/am 07-30-2021 02:55 pm
Dieses Jahr: 21787 um/am 07-30-2021 02:55 pm

This website uses cookies. By continuing to use this site, you accept our use of cookies. 

Scroll Up
%d Bloggern gefällt das: