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Rede von Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder bei der DHK-Frühsommerveranstaltung in Salzburg

Im Rittersaal der Salzburger Residenz musste die große Bestuhlung für 300 Gäste vorgesehen werden. So viele waren es dann auch bei der traditionellen Frühsommerveranstaltung der Deutschen Handelskammer in Österreich (DHK) am 11. Juni 2016. Das ist dem Gast zu danken, der aus alter Bekanntschaft mit dem Präsidenten der DHK gekommen war: Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder. Er enttäuschte die Zuhörer auch nicht und zog einen großen Bogen von der Flüchtlingskrise über die Wirtschaft, den Zustand der EU bis zu seinen aktuellen Lieblingsthemen Türkei und vor allem Russland.

Verständlich, dass Schröder auch seinem Parteifreund Bundeskanzler Christian Kern bei der Gelegenheit einen kleinen Dienst erweisen wollte: „Ich finde es mutig, dass Kern ein Reformprogramm, seine Agenda 2020 hat“. Das war eine Anspielung auf seine eigene „Agenda 2010“, für die ihm der Gastgeber, DHK-Präsident Dieter Hundt bescheinigte, dass sie „die mutigste Arbeitsmarktreform war, die Deutschland jemals gemacht hat“. Die Wirkungen könne man an jenen Ländern sehen, „die solche Reformen versäumt haben, dazu gehört leider auch Österreich“.

Wenn Europa gegenüber den USA und China „nicht absacken“ wolle, brauche es noch mehr Integration, sagte Schröder, denn nur als Gemeinschaft habe es Chancen, im globalen Wettbewerb zu bestehen: „Es muss daher ein Europa der zwei Geschwindigkeiten geben, mit der Euro-Zone als Kern.“ Deutliche Kritik übte er an der deutschen Regierung und der europäischen Politik gegenüber Russland. Er halte die Sanktionen für falsch. Schröder sprach sich auch für eine deutliche Entspannungspolitik gegenüber Russland aus und für eine Fortsetzung der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei, denn „Europa braucht die Türkei und Russland vor allem sicherheitspolitisch“.

Unter den Gästen waren: Raiffeisen-Generalanwalt Walter Rothensteiner, Verbund AG-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Anzengruber, Greiner Holding AG-Vorstandsvorsitzender Axel Kühner, Capital Bank-Vorstandsvorsitzender Christian Jauk, Berndorf AG-Vorstand Franz Viehböck, Generaldirektor der Hypo Salzburg Helmut Praniess, Robert Bosch Österreich und Osteuropachef Klaus Peter Fouquet, Alpenrind-Geschäftsführer Roland Ackermann, Bausparkasse Wüstenrot AG-Finanzvorstand Andreas Grünbichler sowie BASF Geschäftsführer für Österreich und Zentraleuropa Harald Planzl, der oberösterreichische Logistikunternehmer Johannes Hödlmayr und Peek & Cloppenburg-Vorstand Wolfgang Sauerzapf.

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