SEK-Einsatz in Köln: Festgenommener ist angeschossener Intensivtäter vom Sudermanplatz



Köln –

Die Polizei Köln hat einen 21-jährigen Mann festgenommen, der wegen gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung und schweren Raubes mit zwei Haftbefehlen gesucht wurde. Bei dem Verdächtigen handelt es sich nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ um jenen Intensivtäter, der im Juli 2019 bei einer Festnahme in einem Getränkemarkt am Sudermanplatz von einem Zivilpolizisten niedergeschossen und schwer verletzt worden war. Die Staatsanwaltschaft hat den Polizisten kürzlich wegen gefährlicher Körperverletzung im Amt angeklagt. D.s Anwalt Arno Dhein bestätigte die Festnahme auf Anfrage und sagte, er werde seinen Mandanten noch heute im Polizeipräsidium aufsuchen, „um mir seine Version der Dinge anzuhören“.

Spezialeinsatzkräfte nahmen Alexander D. am Dienstagmorgen um sechs Uhr an seiner Wohnanschrift in Köln fest, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Die Ermittler stufen den 21-Jährigen als „äußerst gewaltbereit“ ein. Sie hatten eigenen Angaben zufolge Hinweise, dass Alexander D. bewaffnet sein könnte. Im Zusammenhang mit den Straftaten durchsuchte die Polizei am Dienstagmorgen zudem zwei Wohnungen und ein Ladenlokal in der Kölner Innenstadt.

Jugendstrafe steht gegen Verdächtigen aus

Der 21-jährige D. soll im April zusammen mit mindestens drei weiteren Tätern einen jungen Mann mit einem Messer bedroht, in einem Auto festgehalten und zusammengeschlagen haben, teilte ein Polizeisprecher mit. Außerdem soll er mit einem Komplizen im November einen Handwerker in einer Wohnung schwer misshandelt und beraubt haben.

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Neben den laufenden Ermittlungen steht gegen den 21-Jährigen laut Polizei eine mehrjährige Jugendstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung zur Vollstreckung aus.

Die missglückte Festnahme am Sudermanplatz im Sommer 2019 hatte in der Öffentlichkeit hohe Wellen geschlagen. Die Polizisten wollten an jenem Tag einen Haftbefehl wegen eines bewaffneten Raubüberfalls gegen Alexander D. vollstrecken. Sie wollten ihn festnehmen, sobald er aus einer Spielhalle an der Krefelder Straße trat. Doch D. türmte und verschanzte sich nach kurzer Verfolgungsjagd in dem Getränkemarkt.

Drei Kugeln trafen den 21-jährigen Alexander D.

Die Zivilbeamten stellten ihn dort, aber D. versuchte offenbar, erneut zu flüchten. Dann fielen die umstrittenen Schüsse. Drei Kugeln trafen den damals 20-Jährigen im Oberkörper und am Oberschenkel. Er ging neben der Kasse des Getränkehandels zu Boden, in dem sich zu diesem Zeitpunkt auch mehrere Unbeteiligte aufhielten.

Insgesamt fünf Schüsse seien damals auf ihn abgegebn worden, hatte ein Sprecher des Landgerichts zuletzt mitgeteilt. Dreimal sei der heute 21-Jährige  getroffen worden. Er erlitt schwere Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass die Schüsse „nicht mit hinreichendem Grund“ abgegeben worden seien.





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